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Last preparations in Kyrgyzstan

—  ENGLISH VERSION BELOW  —

Unsere Crew ist vor Ort in Bischkek! Höchste Zeit euch einen Einblick in die letzten Vorbereitungen zu geben, bevor wir mit dem Dreh starten.

Tec Rec, Locationscouting, Proben und Anproben – alles gleichzeitig

Da diese Produktion so weit in der Ferne stattfindet, sind unsere Tage limitiert und entsprechend vollgepackt und lang. Gleich nach der Ankunft legten wir sofort mit den Proben mit den Schauspielern los. Dann folgte die Tec Rec, die technische Begehung der Locations. Regie und Produktion, die Verantwortlichen für Kamera, Ausstattung, Licht und Ton besuchten die verschiedenen Locations, um die unterschiedlichen Einstellungen final zu bestimmen und Möglichkeiten auszutesten. Dabei suchten wir auch noch nach noch offenen  Locations.

Technische Diskussionen sowie Entscheide für die Requisiten und Kostüm fanden oft parallel und mit Hilfe von Whatsapp Chats und Google Translate statt. Abenteuerlich war auch, dass wir uns in letzter Minute für eine neue Location entschieden haben. In nur zwei Tagen wechselten wir eine unserer Hauptspielstätten aus. Dank der Ruhe und dem Pragmatismus unserer Regisseurin Maria und unserem Kameramann Gabriel, gestützt von der guten Laune im Team, haben wir auch das gemeistert.

Dream-Team Regisseurin Maria und Kameramann Gabriel

Organisieren auf Kirgisisch

Was die Logistik betrifft, so sind die Vorbereitungen eine echte Challenge. ALLES braucht enorm viel mehr Zeit, als wir uns das hier in der Schweiz gewohnt sind. Eine sehr nervenzermürbende und anstrengende Erfahrung in gewissen Momenten. Es ist wohl nicht nur ein Vorurteil, dass wir Schweizer sehr präzis, organisiert und genau sind und deshalb weit im Voraus planen. Die Kirgisen sind sich gewohnt die Dinge kurzfristig und spontan zu organisieren, weil es oft sowieso anders kommt als geplant. So treffen hier zwei sehr unterschiedliche Arbeitsweisen aufeinander. Doch langsam finden wir uns. Von Anfang an war es uns ein Anliegen, diesen Unterschieden mit Respekt zu begegnen und auch die Vorteile der Arbeitsweise der anderen Kultur zu sehen. Spannend bleibt es auf alle Fälle.

Entsprechend ändern sich die Informationen fortlaufend und vor allem in letzter Sekunde – was jedes Mal mit grossem Einsatz unserer Übersetzerinnen einhergeht, wohlgemerkt! Aber zugegeben, die Kirgisen sind Meister der Improvisation und Lösungsfindung, wenn die Zeit drängt. Das hilft enorm und nimmt etwas Druck 🙂

Produzentin Nadine im improvisierten Büro

Auf der Suche nach Ersatzteilen auf dem Markt.

Proben auf Kirgisisch

Traditionen und Hierarchien sind sehr wichtig in der kirgisischen Kultur. Dies wird in der Zusammenarbeit mit den Schauspielern sehr schnell ersichtlich und spürbar. Während wir dazu tendieren, auf dem Set der Hauptrolle den grössten Respekt zu zollen, gilt in Kirgistan das Anciennitätsprinzip.

Wer mit kirgisischen Schauspielern arbeitet, will die Traditionen gut kennen. So demonstrierten unsere weiblichen Crewmitglieder zusammen mit unserem Tonmeister, wie das Mikrofon unter den Kostümen befestigt wird, um sicher zu gehen, dass die Schauspielerinnen vorbereitet und damit einverstanden sind, wenn er es später bei ihnen montiert.

Bett- oder Schlafzimmerszenen sind ein weiteres sehr heikles Thema. Während wir von Beginn weg – in unseren Augen – nichts Anrüchiges geplant hatten, so sind alle Schauspieler sehr um ihren Ruf besorgt. Wir arbeiten noch immer daran, die richtige Lösung zu finden, welche die Geschichte spannend erzählt und gleichzeitig ihren Sorgen gerecht wird.

Die beiden Schauspielerinnen Dinara und Madina bei den Proben.

Kommunizieren auf Kirgisisch

Die unterschiedlichen Sprachen sind herausfordernd und manchmal lustig zugleich. Während gewisse Schauspieler und Crewmitglieder Englisch sprechen, können andere kein Wort. Gerade in logistischen Angelegenheiten wäre mindestens ein bisschen Russisch ein echter Vorteil.

So laufen praktisch alle Fäden bei unserer Fixerin Nadine Boller zusammen, denn sie hilft uns mit vollem Einsatz bei all unseren logistischen Herausforderungen. Zusammen mit einer anderen Übersetzerin, dem Making-of-Filmer oder der Script-Person, welche Englisch können und in Verständigungsnotfällen eingesetzt werden, sorgt sie dafür, dass jegliche Informationen in der jeweils relevanten Sprache verstanden werden. Und dann ist da noch Google Translate, das immer wieder mal aushilft – und für den einen oder anderen Lacher sorgt. 🙂

Warm-up vor dem Drehstart

Wir sind bereit

Zusammengefasst: Wir arbeiten intensiv und während langen Tagen mit Herzblut an vielen unvorhersehbaren Änderungen und Herausforderungen und entsprechenden pragmatischen Lösungen. Die Stimmung ist toll und wir ziehen an einem Strang. Wir können aus voller Überzeugung sagen: Best team ever! Wir freuen uns, die Dreharbeiten in diesen Tagen zu starten.

 

 

—————————-   ENGLISH VERSION   —————————-

Last preparations in Kyrgyzstan

Our crew has arrived in Bishkek! Time to give you some insight on what we are working on so shortly before shooting.

Tec Rec, location scouting, rehearsals and fittings – all at once

As this production is taking place so far away from home, our days are very limited, and thus packed and long. Upon arrival we started with the rehearsals straight away. Then the tec recces, technical reconnaissances, of the locations followed. Director and producers, the department heads of photography, set design, lighting and sound visited the different locations to make final decisions on camera angles and to test the various possibilities. Simultaneously, we were also still scouting for undecided locations.

Discussions about technical implementations as well as decisions on props and costumes often took place simultaneously by way of Whatsapp chats and google translate. Just as adventurous was our last minute decision for a new location. Within only two days we replaced one of the main locations. Thanks to director Maria’s and DOP Gabriel’s calm and pragmatic decision making, supported by the good mood of the team all these challenges were conquered splendidly.

How to organize the Kyrgyz way

Logistically preproduction is quite a challenge, to say the least. EVERYTHING takes way longer than what we are used to here in Switzerland. A very nerve-racking and exhausting experience in some moments. It might not only be prejudiced to say that the Swiss are very precise, organized and exact und thus like to plan far in advance. The Kyrgyz are used to organizing things at a shorter notice and more spontaneously, because things change anyhow. Therefore, two very different ways of functioning are clashing. Slowly, we are finding our feet. It had been our concern from the beginning to meet such cultural differences with respect and to also acknowledge the advantages of the other way of operating. It will definitely remain interesting.

Accordingly, information seems to change by the minute and at last second – note that every time we need a translator for the new information to be shared. However, we have to admit that the Kyrgyz are champions at improvising and finding last-minute solutions. That always helps and takes the pressure off. 🙂

How to treat the actors the Kyrgyz way

Traditions and hierarchies are highly important to the Kyrgyz. A fact that quickly becomes apparent when working with the actors. While we are used to showing greatest respect to the lead actor or actress, Kyrgyz pay their highest respect to the oldest actors and actresses.

Working with Kyrgyz actors means knowing their traditions well. Our Swiss female crew members would demonstrate the procedure of clipping the microphone under the costumes together with our sound technician to make sure that the female actresses are prepared and feel comfortable with this happening.

Bedroom scenes are even more sensitive. While nothing dishonorable –  in our eyes – had been planned, all the actors are very concerned about their reputation. We are still working on finding the right solution to tell the story grippingly while respecting their worries.

How to talk Kyrgyz

Language is challenging and funny at the same time. While some actors and crew members speak English others don’t. Especially, when it comes to logistics knowing at least some Russian would be of great help.

This puts our fixer and translator Nadine Boller in a very central position, especially when it comes to logistics. Together with another translator, making-of-filmers or script supervisors knowing English she makes sure all information is understood in the relevant language. Last but not least, also Google translate helps out from time to time. Sometimes also being the reason for a good laugh. 🙂

We are ready!

In summary, we are working hard and long hours to master lots of changes and challenges by finding very pragmatic solutions. Everyone is good spirits and our team is working in concert. We can truly say: Best team ever! We are eager to start the actual shoot in only a few days.

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